Die häufigste Enttäuschung beim Verkauf entsteht aus einem Missverständnis: Angebotspreise im Internet sind keine Marktpreise. Was zählt, ist, wofür eine Karte tatsächlich den Besitzer gewechselt hat.
Was den Preis bestimmt
- Zustand. Der größte Hebel. Zwischen einer nahezu perfekten und einer sichtbar bespielten Karte liegen oft Faktoren, nicht Prozente.
- Auflage und Nachfrage. Alt heißt nicht automatisch wertvoll. Entscheidend ist, wie viele Exemplare es gibt und wie viele Leute sie gerade suchen.
- Sprache und Edition. Erstauflagen und bestimmte Sprachfassungen können deutlich über der Standardversion liegen.
- Grading. Ein Slab mit hoher Note schafft Vertrauen und damit einen höheren Preis — aber nur, wenn die Karte die Kosten des Gradings auch trägt.
So schätzt du selbst
Schau dir verkaufte Positionen an, nicht laufende Angebote, und filtere nach demselben Zustand und derselben Edition. Bei gegradeten Karten vergleichst du nur Slabs mit identischer Note. Drei bis fünf tatsächliche Verkäufe geben ein belastbareres Bild als der höchste Preis, den du findest.
Und bei einer ganzen Sammlung?
Bei Kartons voller Karten lohnt Einzelbewertung selten. Üblich ist, die wertvollen Einzelstücke herauszulösen und den Rest als Konvolut zu bewerten. Genau so gehen wir beim Ankauf auch vor — und zeigen dir, wie die Summe zustande kommt.